Ratgeber und andere Informationsmaterialien

Abfallratgeber

Informationsheft mit Hinweisen zu allen Abfall-Typen, Kontaktdaten u.v.m.

Außerdem können Sie online allgemeinen Informationen zu allen Müll-Typen im Abfall-ABC nachlesen.

Allgemeine Infos zur Elektro-Schrott-Entsorgung finden Sie auch unter e-schrott-entsorgen.org

Abfalltrennung mehrsprachig

Separating waste correctly | Правильно разделять мусор | Trier correctement les déchets | Separar la basura correctamente | Segreguj prawid owo odpady | азделяйте правилно отпадъците | فصل لقمچامة بشكل صحيح

Bioabfall

Plastik gehört nicht in die Biotonne

Bioabfall nur in Zeitungspapier oder Papiertüten wickeln – Plastiktüten sind tabu

Die Bioabfälle aus der Biotonne werden auf der Kompostieranlage Fohrde einer offenen Mietenkompostierung zu geführt. Das heißt, aus den Abfällen entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger in heimischen Gärten oder der Landwirtschaft dient.

Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Bioabfälle sortenrein in die Biotonne gegeben werden.

Wickeln Sie die Bioabfälle ausschließlich in Zeitungspapier oder geben Sie diese in Papiertüten in die Biotonne. Eine Verwendung sogenannter „kompostierbarer Biotüten aus Maisstärke oder auch kompostierbarem Plastik“, die im Handel erhältlich sind, ist in Brandenburg an der Havel nach geltender Abfallsatzung unzulässig.

Grund dafür ist die Art der Kompostierung der Bioabfälle. In der Verweilzeit in der Mietenkompostierung können diese sogenannten kompostierbaren Plastiktüten nicht zersetzt werden. Zudem kann das Personal den Unterschied zu herkömmlichen Plastiktüten nach Zerkleinerung und Siebung nicht mehr erkennen und diese Tüten gelangen in den Störstoffanteil.

Sollten Sie dennoch den Bioabfall in Plastiktüten in der Küche oder Abstellraum sammeln, so schütten Sie den Bioabfall aus der Plastiktüte unbedingt in die Biotonne aus und geben die verschmutzte Plastiktüte in den Restmüll.

Gerade im Winter ist es sehr wichtig, dass die Bioabfälle möglichst trocken in die Tonne gelangen, damit ein Festfrieren verhindert wird. Durch die Verwendung von Zeitungspapier am Boden oder als Zwischenlage kann dazu ein wichtiger Beitrag geleistet werden.

Sommer – Sonne - Biotonne

Foto einer Biotonne

Praktische Tipps zum Umgang mit der Biotonne

So wie die letzten Wochen werden auch die kommenden Tage sehr warm. Die Fachgruppe Umwelt und Naturschutz gibt deshalb praktische Tipps zum Umgang mit der Biotonne. Dabei sind drei Dinge wichtig: Die richtige Befüllung, die Wahl eines geeigneten Standortes und die regelmäßige Reinigung.

Die Verwaltung empfiehlt, die organischen Abfälle nicht lose in die Biotonne einzufüllen. Zum Einpacken sind Zeitungspapier, Küchenkrepp, Papiertüten aber auch Papierservietten gut geeignet. Das großzügige Verpacken der Bioabfälle in Papier verhindert die Eiablage durch Fliegen und damit auch die Madenbildung. Das Einwickeln reduziert die Feuchtigkeit und vermindert Geruchsprobleme.

Eine Verwendung von Plastiktüten oder sogenannten „kompostierbaren“ Plastiktüten bzw. Biotüten aus Maisstärke ist in der Stadt Brandenburg an der Havel nach geltender Abfallsatzung unzulässig.

Um die Biotonne vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, sollte sie nach Möglichkeit an einem kühlen und schattigen Platz stehen. Nach dem Einfüllen von Bioabfällen ist der Behälterdeckel gut zu verschließen. Weiterhin sollte die Biotonne an jedem Leerungstag laut Abfalltourenplan bereitgestellt werden, auch wenn sie nicht ganz gefüllt ist. Von Mai bis September wird die Biotonne bei jeder zweiten Leerung gereinigt.
Es bietet sich an, die Tonne nach der Leerung und erfolgten Reinigung und vor dem erneuten Füllen erst einmal gut trocknen zu lassen.

Durch den richtigen Umgang mit der Biotonne können in der warmen Jahreszeit Belästigungen durch Fliegen, Maden und unangenehmen Gerüchen mehr vermieden werden.

Tipps für den Winter

Im Winter bei Minusgraden haben die Entsorger oder Müllfahrer oft das Problem, dass sich die Restmülltonnen oder insbesondere die Biotonnen nur unvollständig oder gar nicht entleeren lassen. Die Abfälle sind festgefroren. Dieses Problem lässt sich auch durch den Entsorger bzw. Müllfahrer vor Ort nicht lösen. Technische Möglichkeiten beim Entsorgungsvorgang, die festgefrorenen Abfälle aus den Behältern zu entfernen, gibt es nicht. Auch die Müllfahrer dürfen aus Arbeitsschutzgründen die angefrorenen Abfälle nicht aus dem Behälter lösen.

Gemäß der Abfallentsorgungssatzung ist der Müll so bereitzustellen, dass er sich mühelos und gefahrlos entleeren lässt.

Damit die Abfälle mühelos abgeholt werden können, gibt die Fachverwaltung einige Tipps zur Vorbeugung des Festfrierens:


Restmülltonnen und Biotonnen:

  • Den Boden der Tonne sollte man mit einer Schicht zerknüllter Zeitungen oder Pappe auslegen. Diese saugt die Feuchtigkeit der Abfälle auf und isoliert die entstehende Wärme, so dass die Abfälle nicht am Tonnenboden festfrieren können.
  • Wenn erforderlich, sollte am Abfuhrtag der festgefrorene Müll von der Tonnenwand gelöst werden.
  • Die Abfälle sollten möglichst nicht lose, sondern bei Restmülltonnen in Kunststoffbeuteln und bei Biotonnen in kompostierbaren Papiertüten oder mehrlagige Zeitung verpackt eingefüllt werden, so dass feuchte Abfälle keinen direkten Kontakt mit der Behälterwand haben.
  • Ganz wichtig ist, dass die Abfälle nicht eingepresst oder verdichtet werden - dadurch frieren sie noch schneller fest.
  • Wer die Möglichkeit hat, sollte die Tonne vor dem Abfuhrtag an einen frostsicheren Platz z. B. in den Schuppen oder die Garage stellen.

Das Entsorgungsunternehmen ist bemüht, die Abfallgefäße bei jeder Witterung zeitnah und ordnungsgemäß zu entleeren. Dafür wird aber auch die Mithilfe der Bürger benötigt. Sollte aus nicht vorhersehbaren Gründen wie beispielsweise dem Festfrieren der Abfälle eine Leerung der Abfallgefäße nicht oder nur unvollständig durchgeführt werden, besteht kein Anspruch auf eine zusätzliche Leerung zu einem späteren Termin.